Anstand. Widerstand. Aufstand (AT)

Dokumentarfilm | in Stoffentwicklung

„Ich bin, was ich mir angeeignet habe.“ (Erik Erikson, Psychoanalytiker)

Der Reformpädagoge Otto Herz, ein aktiver 68er im Kampf gegen autoritäre Erziehung, das rigide Bildungssystem sowie die Nichtaufarbeitung des Nationalsozialismus, zieht Lebensbilanz; begeht seinen Weg in der letzten Lebensphase und verhandelt dabei für sich erneut die Bedingungen des eigenen Todes. Der Schüler an der Odenwaldschule blickt nun zum dritten Mal in seinem Leben auf den Tod, nachdem er als 14-Jähriger den Suizid plante oder im Jahr 2016 nur durch ein Notoperation am Leben blieb.

Otto Herz engagierte sich sein ganzes Leben für die Demokratisierung von Schulen und steht nun vor seiner persönlichen Herausforderung: Er sucht für sich nach einem Ausweg nicht in Vergessenheit zu geraten und will sich zugleich mit seinen Widersachern und Kritikern auszusöhnen. Der Schüler an der ehemaligen Odenwaldschule blickt nun zum dritten Mal in seinem Leben auf den Tod.

      • Was verbindet die Geburt 1944 im Luftschutzkeller als Sohn eines aktiven Nationalsozialisten mit seinem Werden und Handeln?
      • Wie verarbeitet er seine Zeit in der reformpädagogischen Wiege Odenwaldschule, die durch systematische sexuelle Übergriffe in die Insolvenz geriet und aus der Landschaft entfernt wurde.
      • Wie begeht er Versöhnung, Abschied in seinen privaten Beziehungen, wie erlebt er Einsamkeit und Gemeinsamkeit, wie steht er zum Leben und zum Tod?
Produktion Oliver Matthes
Buch & Regie Volker Klotzsch, Judith Schein
Dramaturgie Roland Zag
Kamera N.N.
Ton N.N.
Schnitt Beatrice Babin
Sound und Musik N.N.
Audience Management Peter Frommelt, Sanja Liebermann

Förderer & Partner

Entwickelt im Rahmen des TP2-Programm 2021/22, gefördert durch die Mitteldeutsche Medienförderung und der Thüringer Staatskanzlei