Solange wir leben
Dokumentarfilm / 82min.

Inhalt:
“Schafft die Schule ab!” Das fordert der 80-jährige Bildungsaktivist Otto Herz. Ruhelos pendelt Otto zwischen seinen Wohnorten, Vorträgen und Begegnungen. Er sucht Menschen, die ihm zuhören, und kämpft gegen die Vorstellung, dass die Schule nicht verändert werden kann. Immer mit der Hoffnung, seine Ideen und selbst nicht in Vergessenheit zu geraten. Der Film begleitet ihn bis zu seinem Lebensende.
An seiner Seite steht Margret Rasfeld, seine engste Vertraute, beste Freundin und Mitstreiterin. Gemeinsam kämpfen sie seit Jahrzehnten dafür, die alte Struktur der Schule abzuschaffen und Veränderungen sichtbar zu machen. Lernen soll nicht von Konkurrenz, Noten und Leistungsdruck bestimmt werden: Lernen soll stärken.
Ihre Erfahrungen, Visionen und Zweifel vermischen sich mit den Geschichten von Schüler:innen, die anfangen, ihre Stimme zu erheben und gesellschaftliche Veränderungen einzufordern. Während die Jugendlichen offen über ihre psychischen Belastungen, das Gefühl, nicht gesehen zu werden und den Verlust ihrer Freude am Lernen zu sprechen, wächst in ihnen der Wunsch nach einer Schule, die sie als Menschen wahrnehmen und nicht nur als Notendurchschnitt oder Ziffer.
‘SOLANGE WIR LEBEN‘ begleitet Otto, Margret, Lehrkräfte und Schüler:innen, zwischen Erschöpfung und Aufbruch. Ein Film über Visionen, Beharrlichkeit und die Frage, was gesellschaftliche Veränderung braucht: Menschen, die den Mut haben, sich eine andere Zukunft vorzustellen und sie zu versuchen.
Förderung:




Bureaucracy (M)ill – Waiting for decisions (AT)
Dokumentarfilm / 90 min.

Der Dokumentarfilm „Bureaucracy (M)ill – Waitung for decisions (AT)“ hinterfragt am Beispiel des vermeintlichen Skandals an der Bremer Ausländerbehörde im Jahr 2019 die aktuellen strukturellen Missstände in der deutschen Asylpolitik. Er stellt ausgewählte Biografien von betroffenen Asylsuchenden vor, vermittelt einen Einblick in den Arbeitsalltag von Sozialarbeiterinnen und thematisiert zugleich die individuelle und gesellschaftliche Ohnmacht für eine gerechte, faire und transparente Asylpolitik einzutreten. Das verbindende Element aller Beteiligten ist das Warten auf notwendige Dokumente der Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis, der Bewilligung eines Sprachkurses oder der Gewährung des Aufenthaltstitels. Durch einen Beamten in der Behörde ausgestellt, hat das Dokument für Asylsuchende unmittelbare Konsequenzen und entscheidet über Inklusion oder Exklusion je nach Herkunft. Für Sozialarbeiterinnen in der Migrationsarbeit sind die Papiere Grundlage ihrer täglichen Arbeit mit den Betroffenen. Sie sind Diejenigen, die Ungerechtigkeiten des Systems erkennen und zugleich gegenüber ihren Klientinnen moderieren müssen. Ihre Arbeit oftmals mit ins Private nehmen. Jenes Papier der behördlichen Signaturen, das zugleich den politischen Minimalkonsens sowie die öffentliche Haltung zur Asylpolitik in Deutschland wiedergibt.


